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Kanton AR
23.09.2022

Infoanlass mit Live-Schaltung aus dem Bundeshaus

Im Bild (v.l.): Walter Raschle (Kantonsrat), Köbi Frei (Alt-Regierungsrat), Beat Brunner (Ausserrhoder Bauernpräsident), Marcel Dettling (Schwyzer Nationalrat) und Anick Volger (SVP-Präsident) anlässlich dem Informationsabend zur Versorgungssicherheit der Schweiz. Bild: zVg
Hochkarätige Referenten gingen am vergangenen Donnerstag,22. September 2022, im Casino in Herisau der Frage auf den Grund, ob die wirtschaftliche Landesversorgung der Schweiz gewährleistet ist. Aufgrund der Aktualität des Themas schaltete sich Ständerat Jakob Stark direkt aus dem Bundeshaus in Bern zu.

Aktuell sorgt wohl keine andere Frage für mehr Gesprächsstoff als «Wird uns diesen Winter der Strom ausgehen?». Der drohende Energiemangel ist in den Medien genauso Thema wie in der Politik und Gesellschaft. Niemand weiss mit Gewissheit, was uns in den kalten Monaten erwarten wird und was für weitere Auswirkungen der Krieg zwischen Russland und der Ukraine auf die Versorgung der Schweiz hat. Etwas Licht ins Dunkle brachte der Thurgauer Ständerat Jakob Stark. Er ist Verwaltungsrat der Axpo sowie Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie. Weil diese am späteren Donnerstagnachmittag in Bern ausserordentlich tagte, schaffte es Jakob Stark nicht mehr rechtzeitig nach Herisau. Deshalb wurde spontan eine Live-Schaltung aus dem Bundeshaus direkt ins Casino Herisau organisiert. Dank dieser konnte der Ständerat dem Publikum aufzeigen, was für Herausforderungen in der Energiepolitik bestehen, weshalb die Strompreise so stark angestiegen sind und wie die verschiedenen Szenarien bei einer Energiemangellage aussehen würden.

Pflichtlager sind zwingend notwendig

Im zweiten Teil des Abends zeigte der Schwyzer Nationalrat und Landwirt Marcel Dettling auf, wie es um die Landesversorgung bezüglich der Ernährung steht. Ernüchtert stellt er fest, dass die Selbstversorgung in der Schweiz lediglich bei etwa 50 Prozent liegt. Entsprechend sind die Schweizerinnen und Schweizer auf Importprodukte angewiesen. «Wir müssen den Selbstversorgungsgrad in unserem Land deutlich erhöhen und an den Pflichtlagern festhalten», ist Marcel Dettling überzeugt. Dies zeige nebst der Geschichte auch die Corona-Pandemie, während der trotz bestehenden Handelsverträgen Schutzmasken im Nachbarland zurückgehalten wurden. Anschliessend an die beiden Referate diskutierten der Ausserrhoder Bauernpräsident Beat Brunner, Alt-Regierungsrat und ehemaliger SAK und Axpo-Verwaltungsrat Köbi Frei sowie Marcel Dettling über die drohende Energiemangellage sowie möglichen Engpässen in der Landesversorgung. Organisiert wurde der öffentliche Anlass von der SVP.

SVP AR