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Kanton AR
08.09.2021
08.09.2021 09:21 Uhr

Für ausgewogene Verkehrspolitik

Präsident Heinz Jucker (links) verabschiedet Herbert Hänni aus dem Vorstand. Bild: pd/TCS AR
An der 68. Hauptversammlung des TCS Appenzell Ausserrhoden gab ein «Langzeit-Funktionär» den Rücktritt. Der Vorstand soll verjüngt werden.

Er habe unter anderem das Amt des Vizepräsidenten innegehabt, sei Organisator der Mitgliederausflüge, versierter Grafiker und OK-Chef des Oldtimertreffs gewesen, sagte Präsident Heinz Jucker am Montag über Herbert Hänni. Nach 18 Jahren hatte dieser auf die 68. HV des TCS Appenzell Ausserrhoden den Rücktritt aus dem Vorstand erklärt. Für seine Verdienste war er 2018 zum Ehrenmitglied gewählt worden. «Es freut mich, dass Herbert Hänni mit der Organisation der Ausflüge weiter für uns arbeitet.» 2021 sei kein Wahljahr, erklärte Jucker den 70 Stimmberechtigten im Casino Herisau. Im Vorstandsamt bleiben nebst dem Präsidenten der Vizepräsident Christian Baumberger (Kommunikation, Werbung), Micheline Schicho (Finanzen), Peter Aeschlimann (Informationstechnologie, Oldtimertreff) und Thomas Naef (Weiterbildung). Man prüfe Möglichkeiten, auf die kommende HV den Vorstand zu ergänzen und zu verjüngen, erklärte Jucker.

Gewinn in Absagen begründet

Der TCS sei kein Autoclub, sondern der grösste Mobilitätsclub der Schweiz, rief der Präsident in Erinnerung. Zu den Gästen gehörten Landammann Dölf Biasotto, Nationalrat David Zuberbühler sowie Vertretungen der Polizei und kantonaler Amtsstellen. Der Herisauer Gemeindepräsident Max Eugster sagte in seinem Grusswort, wegen der Klimaentwicklung sei über das Mobilitätsverhalten nachzudenken. «Ich freue mich, dass der TCS für eine ausgewogene Verkehrspolitik einsteht.» Die Mitglieder gedachten Res Steininger; der langjährige Redaktor ist im Mai gestorben. Die Geschäfte gingen ohne Wortmeldung und Opposition über die Bühne. Corina Fuchs wurde anstelle von Hans Heierli ins Revisionsteam gewählt. Die finanzielle Situation ist stabil. Bei einem Aufwand von rund 111‘000 Franken weist die Rechnung für das vergangene Jahr ein Plus von 24‘000 Franken auf. «Wir hätten gerne auf den Gewinn verzichtet und dafür Anlässe durchgeführt», meinte Jucker. Man sehe aber, wie viel der TCS im «Normalfall» (wenn es keine pandemiebedingte Absagen gäbe) für Veranstaltungen, seine Mitglieder und die Verkehrssicherheit aufwende.

69 «Super-Jubilare»

Die Mitgliederzahl betrug per Ende 2020 rund 7000. Der Präsident wies auf die Vorteile bei einem Wechsel von der Einzelmitgliedschaft zum neuen Paar-/Familienmodell hin. 92 Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder gehören seit 25 Jahren dem TCS an, 69 Personen sind seit 50 Jahren Mitglied. Jene unter diesen «Super-Jubilaren», welche anwesend waren, durften eine Mütze und einen Jubiläumswein entgegennehmen. Heinz Jucker teilte mit, dass die Jubiläums-Roadshow «125 Jahre TCS» vom 7. bis 9. Oktober 2021 auf dem Gallusplatz in St.Gallen Halt macht. Für den unterhaltenden Teil des Abends war der Rheintaler Peter Lenzin eingeladen worden. Er beeindruckte mit vielfältigen musikalischen und sprachlichen Fähigkeiten. «Was gibt es Schöneres als ein Saxophon? Zwei Saxophone!» Er bespielte sie gleichzeitig. Lenzin trug auf einem mazedonischen Dudelsack Töne der Rockgruppe ACDC vor. Er brachte eine Blockflöte sogar über das Nasenloch zum Erklingen und die HV-Besucherinnen und -besucher zum Staunen.

Ein «Super-Jubilar» (50 Jahre Mitgliedschaft) nimmt von Vorstandsmitglied Thomas Naef eine Mütze und ein Präsent entgegen. Bild: pd/TCS AR
Der Rheintaler Künstler Peter Lenzin beeindruckt am Saxophon – und mit anderen Instrumenten. Bild: pd/TCS AR
pd/TCS AR