Tag der Umwelt: Biodiversität und Klimaschutz gehören zusammen
Dürren, Überschwemmungen, Extremwetterereignisse und Bergrutsche nehmen zu. Gleichzeitig schreitet der Verlust der Biodiversität voran. Für BirdLife Schweiz hängen diese beiden Entwicklungen eng zusammen. Der Umweltverband betont zum Tag der Umwelt, dass Klima- und Biodiversitätsschutz nicht getrennt betrachtet werden dürfen. Eine vielfältige und stabile Umwelt sei eine zentrale Voraussetzung für das menschliche Wohlergehen. Intakte Ökosysteme könnten Dürren, Überschwemmungen und Erosion mindern und damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten.
Moore, Feuchtgebiete und Wälder als natürliche Klimaschützer
Besonders gross ist laut BirdLife die Bedeutung gesunder Ökosysteme für den Klimaschutz. Moore, Feuchtgebiete und artenreiche Wälder speichern grosse Mengen an Kohlendioxid und wirken bei Extremwetter als natürliche Puffer. Werden solche Lebensräume geschädigt oder entwässert, können sie hingegen selbst zu Quellen von Treibhausgasen werden. Deshalb setzt sich BirdLife Schweiz seit Jahren für die Pflege und Wiederherstellung wertvoller Lebensräume ein.
Mehr Engagement gefordert
Nach Ansicht von BirdLife braucht es deutlich stärkere Anstrengungen von Politik und Behörden, um Biodiversität und Klima wirksam zu schützen. Die Wiederherstellung von Lebensräumen und der Schutz bestehender Ökosysteme seien Investitionen in die Zukunft und würden sowohl der Natur als auch der Bevölkerung zugutekommen. Zum diesjährigen Tag der Umwelt steht deshalb die Botschaft im Zentrum: Wer das Klima schützen will, muss auch die Biodiversität schützen.