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05.10.2022

Schweiz verurteilt staatliche Gewalt im Iran

Protest in der iranischen Hauptstadt Teheran nach dem Tod von Mahsa Amiri im Gefängnis, nachdem die Sittenpolizei sie wegen angeblich falsch getragener Kopfbedeckung festgenommen hatte. (Aufnahme vom 19. September 2022) Bild: KEYSTONE/AP
Iran – Die Schweiz verurteilt den "übermässigen Einsatz von Gewalt durch die iranischen Sicherheitskräfte" gegenüber Demonstrierenden. "Bestürzt über die zahlreichen Todesopfer anlässlich der Proteste" im Iran zeigt sich das Aussendepartement (EDA).

Die Schweiz rufe die iranische Regierung dazu auf, Zurückhaltung zu wahren und das Recht der Iranerinnen und Iraner auf freie Meinungsäusserung zu garantieren, heisst es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Mittwochabend auf Twitter.

Zudem fordert die Schweiz die iranische Regierung erneut dazu auf, ihr Versprechen nach einer unparteiischen und transparenten Untersuchung der Umstände des Todes von Mahsa Amini rasch einzulösen, wie es weiter heisst.

Amini, eine iranische Frau mit kurdischen Wurzeln, war von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie ihre Kopfbedeckung nicht korrekt getragen haben soll. In der Haft erlitt sie angeblich einen Schlaganfall, lag mehrere Tage im Koma und starb schliesslich.

Die Schweiz setze sich weiterhin bilateral und multilateral für den Schutz der Menschenrechte im Iran ein, ganz besonders in den Bereichen Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit, Abschaffung von Folter und Todesstrafe, Frauenrechte sowie Schutz von Minderheiten, schrieb das EDA.

Keystone-SDA