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05.10.2022

Swiss und Piloten gehen aufeinander zu

Die Piloten der Swiss bei ihrem Protestmarsch von vergangener Woche. Inzwischen haben die Piloten und ihre Arbeitgeberin einen Schritt aufeinander zu gemacht: Die Verhandlungen zwischen dem Swiss-Chef und der Pilotenspitze sind nicht mehr an Bedin... Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Luftverkehr – Die Fluggesellschaft Swiss und die Pilotengewerkschaft Aeropers haben einen Schritt aufeinander zugemacht. Beide Parteien hätten sich darauf geeinigt, die geplanten Verhandlungen aufzunehmen und dabei auf die zuvor gestellten Bedingungen zu verzichten.

Das teilte die Pilotengewerkschaft am Mittwochabend mit und die Swiss bestätigte es. Eine erste Verhandlungsrunde findet der Mitteilung zufolge am kommenden Freitag statt. Dabei nehmen sowohl Swiss-CEO Dieter Vranckx als auch Aeropers-Präsident Clemens Kopetz teil. Sollte sich bei diesem Termin eine mögliche Lösung abzeichnen, seien am 22. und 23. Oktober weitere Verhandlungstermine möglich, heisst es weiter in der Mitteilung von Aeropers.

Die Piloten hatten vor Wochenfrist ein solches Treffen vorgeschlagen, nachdem sie ein Schlichtungsangebot ihrer Arbeitgeberin ausgeschlagen hatten. Diese stimmte dem Treffen ihres Chefs mit der Piloten-Spitze zu, forderte dafür aber eine Friedenspflicht bis Ende Oktober. Die Piloten gaben sich mit dieser Bedingung jedoch nicht zufrieden und boten eine Friedenspflicht bis am 23. Oktober an, sofern die Swiss dafür den Kündigungsschutz um drei Monate verlängern würde.

"Damit die verfahrene Situation aufgelöst werden kann, haben sich beide Parteien nun dazu bereit erklärt, auf sämtliche Vorbedingungen für weitere Verhandlungen zu verzichten", heisst es in der Mitteilung.

Bei dem Streit zwischen der Swiss und ihren Piloten geht es um den GAV. Die Swiss hatte den GAV mit den Piloten im Februar 2021 auf Ende März 2022 gekündigt. Im Herbst 2021 startete sie in Verhandlungen mit den Piloten, welche jedoch mit den bis dato gemachten Angeboten ihrer Arbeitgeberin nicht zufrieden sind. Die Piloten kritisieren, der GAV würde ihre Arbeitsbedingungen nachhaltig verschlechtern.

Keystone-SDA